Hochseiltänze des Lebens

An jedem Tag stürzen die Dinge auf uns ein: Wie die Niagarafälle tosen die Aufgaben um uns herum. Und trotzdem: Wie Nik Wallenda über die Niagarafälle balancieren konnte, können auch wir unsere Träume verwirklichen. Es ist aber schon ein Balanceakt

Hochseiltänze des Lebens

Was wir da gerade gehört haben, waren die letzten Schritte einer grandiosen Aktion: Der 33jährige US-Amerikaner Nik Wallenda überquerte 2012 als erster Mensch auf einem Seil die Niagarafälle. Auf einem 550 Meter langen Drahtseil in rund 60 Meter Höhe balanciert er über die höchste und gefährlichste Stelle der Wasserfälle zwischen den USA und Kanada. Lediglich ein Gurt bewahrt den Hochseilakrobaten vor einem Sturz in den sicheren Tod.

Das Unmögliche ist nicht unmöglich

Die letzten Meter auf dem Seil legte er im Sprint zurück, jubelnd wurde er empfangen. In der anschließenden Pressekonferenz erklärte er auch, was diese unglaubliche Aktion mit seinem Glauben zu tun hat:

Sein Glauben spiele eine große Rolle für ihn, sagte Wallenda. Gott habe so viele Türen für ihn in seinem Leben geöffnet. Eine davon sei es, dass er so viele Menschen rund um die Welt inspirieren könne: Das Unmögliche sei nicht unmöglich, wenn man sich der Herausforderung nur stelle. Jeder kann seine Ziele anstreben, jeder könne nach den Sternen greifen. Wichtig sei es nur, nicht aufzugeben.

Nur nicht aufgeben

Nur nicht aufgeben. Schauen wir also auf das, was wir brauchen, um unsere Träume zu verwirklichen.

Das erste ist der Traum, die Vision: Ja, ich darf Träume haben. Ich darf das unmögliche in den Blick nehmen.

Entscheidungen treffen

Und da ist die Entscheidung: Wir müssen Entscheidungen treffen, um unsere Ziele, unsere Vision zu verfolgen. Es sind die kleinen Entscheidungen im Alltag des Berufs, in der Partnerschaft, im Umgang mit den Mitmenschen.

Entscheidungen, die nicht immer leichtfallen und die oft Hochseiltänze darstellen. Entscheidungen, bei denen wir manchmal das Gefühl haben, dass sich der Boden unter unseren Füßen auflöst. Das er wackelig und glitschig wird, wie das Drahtseil, auf dem Nick Wallenda über die Niragarfälle balancierte. Dass es um uns herum tost und braust wie ein Wasserfall: Die unterschiedlichsten Dinge stürzen auf uns ein. Sie scheinen uns aus dem Gleichgewicht zu bringen und in die Tiefe zu reißen.

Mut für die Hochseiltänze

In solchen Situationen dürfen wir uns den Mut eines Wallendas wünschen: Den Mut, uns nicht von den Strudeln neben und unter uns beeindrucken zu lassen,sondern unbeirrt den Weg durch die Gischt fortzusetzen.

Für die Hochseiltänze in unserem Leben gibt unser Glaube uns Hoffnung. Die Entscheidungen, die jeder von uns zu treffen hat, kann keiner aus der Hand geben. Aber wir können sie im Vertrauen darauf treffen, niemals ganz allein mit ihnen zu sein. Der Glaube wird so zu einem Sicherheitsgurt, der uns auffängt, falls wir aus der Balance geraten.

Wir können uns den Mut erlauben, im Alltag die Entscheidungen zu treffen, hinter denen wir wirklich stehen. Damit kommen wir uns selbst und unseren Träumen in kleinen Schritten immer ein wenig näher.

Die Arsch-Hoch-Challenge des Tages

Es muss nicht gleich ein Stahlseil über die Niagarafälle sein. Suche dir eine Bordsteinkannte, einen Baumstamm, ein kleines Mäuerchen und balanciere darüber. Wenn du dir unsicher bist, wie das geht, schau dir das bei den Kindern ab. Die finden auch immer was zum Balancieren. Und während du langsam einen Fuß vor den anderen setzt, fokussiert du deine Ziele – wie klein oder groß sie auch sein mögen. Und spürst, dass Gott dich hält, wenn du nur den ersten Schritt machst.

Und jetzt, raus aus den Federn und rein in die Challenge – ist ja schließlich Fastenzeit!

Autorin: Sarah Christ
Sprecher: Sebastian Veits

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