Das Leben verrücken

Unglaublich! Soll Gott doch einfach mal sagen, was er will. Er kann ja einen Engel schicken. Sicher? Es könnte deinen Tag etwas durcheinander bringen…

Das Leben verrücken

Unglaublich! Soll Gott doch einfach mal sagen, was er will. Er kann ja einen Engel schicken. So wie zu Maria in Nazareth, als er ihr verkündet, dass sie ein Kind bekommen soll.

Aber mal ehrlich: Wenn der Engel dann vor uns steht, wie ernst würden wir ihn nehmen? Können wir einfach auf eine unklare Herausforderung antworten: „Ja sicher, dein Wille geschehe!“?

Unmöglich!

Wir wollen doch alles möglichst schon zwei Jahre im Vorraus planen. Wohnung, Job, Urlaub und was uns noch alles so wichtig ist. Und wenn wir einen Tag beginnen, haben wir uns dann nicht spätestens unter der morgentlichen Dusche oder beim Marmeladenbrotessen überlegt, was alles wann, wo, wie zu erledigen ist? Ist in unserem Leben da noch Platz für jemanden, der nicht mit uns einen Termin vereinbart? Der einfach mal so an der Tür klingelt? Kommen wir nicht ins Schwitzen, wenn plötzlich etwas anders läuft, als erwartet? Wenn uns jemand begegnet, der etwas von uns abverlangt – nämlich Zeit und Zuwendung?

Maria in Nazareth war von der Nachricht des Engels sicher auch überrascht, ja sogar zunächst verängstigt. Das hatte sie sich wohl nicht vorgestellt: da tritt ein göttliches Wesen vor sie und verkündet ihr, sie solle Gottes Sohn zur Welt bringen. Wie soll das gehen?

Wie soll das gehen, bitte?

Die Antwort, die der Engel Maria gibt, ist einfach. Der Heilige Geist wird alles Notwendige tun.

Wir können uns das vorstellen wie Fahrradfahren. Manchmal ist es beschwerlich, es geht bergauf, mal gibt es Rückenwind. Dann geht´s auch wieder bergab und es wird schneller. Mal muss man hart in die Pedalen treten, mal geht es leichter. Mit Gott im Leben fahren wir allerdings E-Bike. Das heisst wir müssen immer noch treten, aber wir haben einen Antrieb. Wir bleiben nirgendwo auf der Strecke stehen oder müssen den Berg hoch schieben. Allerdings müssen wir dabei das Ladekabel und die nächste Ladestation im Blick behalten, um unseren Akku wieder aufzuladen – durch das regelmässige Gebet. Denn ohne die vertraute Beziehung mit Gott läuft gar nichts. So wie beim E-Bike, ist der Akku leer, wird es beschwerlich.

Maria hat sich auf den heiligen Geist, auf den Antrieb eingelassen. Sie hat gesagt: JA! Ich mache mit. Ganz einfach. Sie konnte sich sicherlich nicht vorstellen, was das alles bedeuten würde: Ein Kind empfangen und aufziehen, das vom Heiligen Geist stammt. Verrückt!

Aber sie hat sich nicht davon abschrecken lassen. Sie hat Platz gemacht in ihrem Herzen, in ihrem Leben, damit Gott Mensch werden kann. Somit hat sie  ihr Leben von ihm „ver-rücken“ lassen.

Unerwartet möglich.

Vielleicht denken wir jetzt. Ja, das ist eine fromme Geschichte aus der Bibel! Aber, wer weiß, welche Verkündigung uns heute erwartet. Vielleicht bekommen wir heute einen Anruf, der unser Leben verändert. Vielleicht treffen wir heute einen Menschen, der uns braucht und unseren gesamten Nachmittag durcheinanderbringt. Wie wäre das? Vielleicht möchte Gott ja so in unsere Welt und in unser Leben kommen. Das wäre doch grossartig.

Wir können nur gewinnen, wenn wir Gott in unser Leben lassen. Er erwartet keine unmöglichen Dinge von uns – nur ein bisschen Zeit und Aufmerksamkeit

Die Arsch-Hoch-Challenge des Tages

Mal Ja sagen zu etwas, das ich mir noch nicht 100% vorstellen kann – ICH LASS MICH DRAUF EIN! Ich lasse Platz in meinem Herzen für etwas Unerwartetes. Ich vertraue auf Gott, denn für ihn ist nichts unmöglich.

Und jetzt raus aus den Federn, rein in die Challenge – ist ja schließlich Fastenzeit.

Autorin: Lisa Renner OMI
Sprecherin: Christina Wilkes

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