KEINE ANGST!

Kennst du das? Jemand sagt dir: Hab keine Angst! Aber wie schaffe ich das? Dafür gibt uns Gott einen Begleiter mit.

Kinder haben oft Angst in der Dunkelheit. Jugendliche haben Angst davor uncool zu sein und Erwachsene zu versagen. Eltern fürchten sich davor, dass ihren Kindern etwas zustößt und ältere Menschen haben manchmal Angst vor dem Tod. Angst ist ein Gefühl, das jeder kennt und niemand mag.

Was macht dir Angst? Wovor fürchtest du dich?

Die Jünger im Evangelium hatten nach den schrecklichen Ereignissen von Jesu Tod Angst davor, dass die Juden sie auch verhaften könnten. So verschließen sie die Türen. In diese Stimmung der Angst tritt nun der auferstandene Jesus ein. Er sagt zu ihnen: „Friede sei mit euch!“ und zeigt wer er ist. Er lässt sie  nämlich die Wunden sehen, die ihm am Kreuz zugefügt wurden. Damit macht er deutlich, dass er derselbe ist, mit dem sie zuvor unterwegs gewesen waren und der ihnen Gott so nahegebracht hatte.

Wenn du Angst hast, dann hilft es dir, jemanden an deiner Seite zu haben, der für dich da ist und dir beisteht. Das vermittelt das Gefühl von Sicherheit und Frieden, das wir alle brauchen. Jesus hatte den Jüngern vor seinem Tod auch versprochen einen Beistand zu ihnen zu senden, der sie bestärken würde.

Geschenke vom Heiligen Geist

Diese Unterstützung, die Jesus uns an die Seite stellt, ist der Heilige Geist. Und dieser Geist kann uns nicht nur das Gefühl von Frieden vermitteln, sondern hat noch viel mehr für uns. Im Galaterbrief ist von neun solchen Früchten die Rede. Da wird uns Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung versprochen (Galater 5,22-23). Alles Haltungen, die jeder gut gebrauchen kann, um ein erfüllteres Leben zu führen. Welche dieser Eigenschaften würdest du gern in deinem alltäglichen Leben mehr integriert sehen?

Die Liebe, um in deinem Leben mehr das Gute für den anderen im Blick zu haben? Die Freude, die alles etwas leichter macht? Den Frieden, der dir Angst nimmt und dein Leben bewusster leben lässt? Die Geduld, die oft fehlt? Die Freundlichkeit, die den Umgang mit anderen Menschen erleichtert? Die Güte, die in jedem Menschen und jeder Sache etwas Wertvolles entdeckt? Die Treue, die nicht aufgibt? Die Gabe der Sanftmut, die dich umgänglicher macht? Oder die Selbstbeherrschung, die dir hilft dich zurückzunehmen und weniger zu provozieren?

Was du auch brauchst, der Heilige Geist wartet nur darauf, dir diese Eigenschaft zu schenken. Aber er benötigt ein offenes Herz, um diese Früchte in dir hervorbringen zu können, sozusagen einen guten Boden. Auf hartem, steinigen oder sogar betoniertem Boden kann nichts oder nur schlecht etwas wachsen.

Wie sieht es in deinem Herzen aus?

Bitte diese Woche Gott einfach mal um diese Offenheit des Herzens. Du kannst dir vom Heiligen Geist auch eine bestimmte Gabe erbitten. Zum Beispiel: „Heiliger Geist, schenke mir Frieden im Herzen.“ Oder „Komm Heiliger Geist und mach mich froh.“

In deinem Alltag will dir dieser Geist ein Beistand sein, den Jesus seinen Jüngern und uns allen versprochen hat. Und Jesus, der sogar bei verschlossenen Türen zu den verängstigten Jüngern gelangt, wird einen Weg finden, dir zu begegnen. Hab keine Angst.

Sr. Lisa Renner OMI

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